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Das Beginenhaus „ein Schandfleck“?

Altstadt: Räte wünschen sich Perspektive
[Allgäuer Zeitung, 4. Dezember 2010]

Kempten – Kritisch betrachtete Bürgermeister Josef Mayr die Haushaltsmittel zur Bestandssicherung des Beginenhauses: „Es tut schon weh, wenn immer in Teilschritten 50 000 Euro in das Gebäude gesteckt werden, ohne dass ein Ziel oder eine Lösung bekannt sind“. Sein CSU-Kollege Harald Platz ging noch weiter und sprach von „einem Schandfleck fürs ganze Viertel“. Auch SPD-Stadtrat Ludwig Frick mahnte, dringend etwas an der ramponierten Fassade zu tun.

In den vergangenen Jahren habe man diesen Posten nicht gebraucht, sagte Baureferentin Monika Beltinger. Auch aus ihrer Sicht ist es gleichwohl sinnvoll, bald auf ein tragfähiges Konzept zu kommen. Zuletzt hatte der Förderverein Beginenhaus, der mit Spendengeldern den Erhalt des Baudenkmals sichert, ein Haus der Buchkultur ins Gespräch gebracht. Die ehrenamtliche Arbeit der Vereinsmitglieder schätze man besonders hoch.

Eine Fassadenrenovierung vorzuziehen, um den optischen Eindruck am Eingang zur Altstadt zu verbessern, ist laut Beltinger wegen statischer Probleme schwierig. Andererseits verschließe sich die Stadt nicht der Notwendigkeit, dieses „sehr wertvolle“ Zeugnis der Vergangenheit zu bewahren. Dazu müsse man auch sehen, wie sich die Förderprogramme entwickelten. (se)

 

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung.

 

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Dezember 2010