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Neuer Schub fürs Beginenhaus

Förderverein wird gegründet (von Markus Raffler)
[Allgäuer Zeitung, 1. Juli 2003]

Neuer Schub für die geplante Sanierung des rund 600 Jahre alten Beginenhauses: Morgen, Mittwoch, wird ein Förderverein gegründet, der die denkmalgerechte Sanierung des mittelalterlichen Häuserensembles in der Burgstraße anschieben will. Ziel der Initiative ist es, in der Altstadt neue Lebens- und Arbeitsräume für Frauen zu schaffen (wir berichteten).

Bereits seit über zehn Jahren führt das leer stehende Häuserensemble (zum Beginenhaus gehört als Rückgebäude der so genannte Nonnenturm) ein tristes Dasein. Dabei rechnet das Landesdenkmalamt das Ensemble wegen seiner Originalbestandteile aus der Erbauungszeit (darunter Wandbemalungen, Holzdecken und Dachstuhl) zu den bedeutendsten spätmittelalterlichen Gebäuden der Stadt.

Alle bisherigen Sanierungsversuche scheiterten daran, historische Substanz und spätere Nutzung zu vereinen. Der künftige Förderverein will dies ändern: Er plant, laut Bernadette Mayr, Birgit Kata und Renate Domin eine „Sanierung mit Fingerspitzengefühl“, bei der die alte Bausubstanz in größtmöglichem Maß erhalten bleibt.

Ziel der Initiative ist es, in Beginenhaus und Nonnenturm Lebens- und Arbeitsräume für Frauen sowie Platz für Kultur und Gewerbe zu schaffen – ein Unterfangen, das neben der Stadt auch Gruppierungen wie der Altstadtverein begrüßten, erläutert Kata. Erster Schritt wird es sein, ein Gutachten erstellen zu lassen. Dieses soll alle Aspekte einer Sanierung beinhalten – von der Bausubstanz über die Finanzierung bis zur späteren Nutzung.

 

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung.

 

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17. Januar 2005